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05.06.2011, 19:17 Uhr
Für jedes Kind die passende Schule!

Die Qualität des Schulwesens hängt von vielen Faktoren ab. Ein Faktor ist die Schulstruktur. Für jedes Kind die passende Schule? Oder alle Kinder gehen in dieselbe Schule – das ist hier die Frage. Die Antwort darauf ist oft politisch per Beschluss festgelegt.

Königs Wusterhausen -

Für manche Parteien haben dabei alle Menschen gleich zu sein. Wir sind jedoch der Auffassung, dass die Menschen nun einmal verschieden sind und dass die Schule dieses berücksichtigen muss, wenn sie allen Kindern gerecht werden will. Bildungspolitik muss sich an den Bedürfnissen der Kinder und der Gesellschaft ausrichten und darf nicht zum Spielball von realitätsfernen, selbsternannten Weltverbesserern werden. Die Wirtschaft benötigt zunehmend hochqualifizierte Mitarbeiter, schon jetzt fehlen in Deutschland z.B. mehrere zehntausend Ingenieure.

 

Wenn Kinder mit unterschiedlichen Lernbedürfnissen in einer großen Klasse sind, kommen entweder die schwächeren Schüler nicht mit oder die leistungsstarken werden gebremst. In der Praxis heißt das oft, dass sich die leistungsstarken Schüler langweilen und schlimmstenfalls sogar den Unterricht stören, so dass dadurch  schlechte Bedingungen für alle Schüler entstehen.

Die Forderung, dass ein Lehrer im Unterricht einer normal großen Klasse gleichzeitig schwache Schüler fördern, leistungsstarke fordern und der Mehrzahl der Schüler gerecht werden kann, gehört ins Reich der Märchen und Legenden. Das trifft vor allem für die weiterführenden Schulen zu. Die unterschiedlichen Begabungen lassen sich nicht nivellieren, es sei denn, man unterdrückt die Leistungsstarken. Es wird dem besten Gärtner nicht gelingen, alle Pflanzen gleich groß zu ziehen, aber jeder Holzkopf kann sie alle gleich kurz schneiden.

 

Der Vergleich der deutschen Bundesländer in den PISA Studien zeigt eindeutig die Überlegenheit eines gegliederten Schulsystems wie es die süddeutschen Bundesländer haben. Aber auch Sachsen und Thüringen können als Beleg angeführt werden, zumal diese 1990 die gleichen Voraussetzungen wie Brandenburg hatten und, im Gegensatz zu Berlin und Brandenburg, jetzt weit vorn liegen. Der Vorsprung, den das oft genannte Finnland hat, ist vor allem auf eine wesentlich bessere Personalausstattung - das wird gern verschwiegen - kleinere Klassen und größeren Lernwillen zurückzuführen.

 

Insgesamt betrachtet kann man also sagen, jedes Kind muss seinen Begabungen entsprechend gefördert und gefordert werden. Dafür ist eine vielfältige Schullandschaft aus Grundschulen, Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien optimal, wobei Haupt- und Realschule organisatorisch zusammengefasst werden können. Die Einheitsschule lässt Talente der Kinder brach liegen. Frühe Differenzierung fördert leistungsstarke Schüler, längeres gemeinsames Lernen bringt den schwachen keinen Vorteil. Im Gegenteil, es wirkt für diese demotivierend, wenn sie einem ständigen Vergleich mit der Leistungsspitze ausgesetzt sind.

Zum Schluss sind alle die Benachteiligten, weil Talente verschenkt werden, was dem Einzelnen aber auch der Gesellschaft schadet und somit die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands verschlechtert.

Es kann ja durchaus einen Wettbewerb zwischen den Schulmodellen unter fairen Bedingungen, das heißt bei gleicher Finanzierung, geben. Die Privatschulen gehören als Alternative zum staatlichen Schulwesen unbedingt dazu. Die Eltern können so im Rahmen der Voraussetzungen ihrer Kinder die Schule auswählen, die ihren Kindern optimale Entwicklungschancen bietet.